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Emerging Markets zwischen KI-Boom, Ölpreis und Geopolitik 15.08.26


Schwellenländer galten lange als die großen Wachstumshoffnungen der Weltwirtschaft. Aber nichtalle haben  geliefert. Das Akronym BRIC, das Jim O´Neill, Chefvolkswirt von Goldman Sachs 2001 für die damaligen Hoffnungsmärkte Brasilen, Russland, China und Indien schuf, greife heute zu kurz betont #KarinKunrath, Chief Investment Officer der #RaiffeisenCapitalManagement. Emerging Markets sind längst kein einheitlicher Block mehr.

Während Technologie-Schwergewichte wie Taiwan und Südkorea vom anhaltenden KI-Boom profitieren, leiden ölimportierende Länder wie Indien unter steigendenEnergiepreisen Rohstoffexporteure wiederum wie  Peru und Chile ziehen daraus Vorteile, etwa bei Kupfer.

Welche Schwellenländer bieten aktuell interessante Chancen? Wo liegen die größten Risiken? Und welche Rolle spielen Aktien, Anleihen und Währungen? Darüber spricht Geldmeisterin Julia Kistner mit RCM-Chefanalystin Karin Kunrath.

Sie betont, dass auch Mittel- und Osteuropa teilweise noch zu den Emerging Markets zählt. Besonders interessant erscheint ihr derzeit der Kapitalmarkt in Polen: EU-Infrastrukturmittel, sinkende Zinsen und höhere Verteidigungsausgabenstützen die Wirtschaft. Auch Ungarn könnte bei einer Freigabe bisher blockierter EU-Mittel profitieren. Ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs könnte der gesamten Region zusätzliche wirtschaftliche Impulse und wieder mehr internationale Investoren bringen.

Und Österreich? Nach der klassischen Indexdefinition zählt es nicht mehr zu den Emerging Markets. Doch der österreichische Aktienmarkt erhält Rückenwind vom „Aufschwung Ost“ bzw. dass heimische Unternehmen bei einer StabilisierungOsteuropas wirtschaftlich zu den Gewinnern zählen könnten.

Bei Emerging-Markets-Anleihen ist das Bild differenzierter. Die absoluten Renditen sind wieder interessant. Gleichzeitig sind die Risikoaufschläge – die sogenannten Spreads – historischniedrig. Steigende US-Zinsen oder eine deutliche Abschwächung der Weltkonjunktur könnten hier zu Belastungen führen.

Im Podcast geht es deshalb auch um den Unterschied zwischen Hartwährungs- und Lokalwährungsanleihen. Bei Anleihen in Dollar kann das Wechselkursrisiko für Euro-Anleger abgesichert werden. Bei Lokalwährungsanleihen ist dieEntwicklung der jeweiligen Landeswährung dagegen oft ein wesentlicher Teil der möglichen Rendite.

Langfristig hält Karin Kunrath sogar merkliche Aufwertungen etwa des koreanischen Won, des Taiwan-Dollar oder auch des chinesischen Renminbis für möglich. Solche Währungsbewegungen könnten die Rendite für Anleger aus dem Euroraum zusätzlich unterstützen – allerdings mit entsprechend langem Anlagehorizont.

Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner

Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums.

Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrecht...⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Fotos: RCMl/Bearbeitung GELDMEISTERIN

 

Dauer: 00:19:39 https://open.spotify.com/episode/1Zuggy1kJ4FUMDLXh0NGHG


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